
Nokta
Eine Gedenkveranstaltung für eine Einzelperson. oder Eine Gedenkfeier für eine Person. oder Eine kleine Gedenkfeier.
Beim Entwirren der Wolle wird die Erinnerung gelöst.
Und dieser Zustand des Zerfalls;
Von den Klängen der Straßenmusik bis zu den traditionellen Liedern der Stämme, von den Gesängen der Dengbej bis zu den Gazellen, deren Melodien von den Knistern alter Schallplatten begleitet werden – all das vermischt sich zu einem einzigartigen Klangbild.
Diese organischen Klänge verwandeln sich in Melodien, die aus den Konturen des Körpers zu fließen scheinen.
Keine einzelne Note ist überflüssig, jede einzelne ist ein Teil einer Erinnerung.
Eine Frau...
Die Last der Vergangenheit auf seinen Schultern.
Er/Sie hält ein Buch in der Hand.
Enthält Tausende von Klängen.
Nokta: Der Geschichtenerzähler vergessener Geschichten.
Wenn wir die Wahrheit der vergangenen Zeit verbergen, formen wir sie wie aus einem Sack voller Wolle.
In jedem einzelnen Stich manifestiert sich ein Gesicht, eine Sprache, eine Geografie aufs Neue.
Jeder Faden ist eine Verwandlung.
Jeder Wandel ist eine Auseinandersetzung.
Und keine Transformation bleibt verborgen.
Der Speicher ist in diesem Punkt verkörpert.
Es zieht den Zuschauer nicht in die unmittelbare Szene, sondern in die Tiefen des Gedächtnisses.
Der Körper einer Frau;
Ein Lied eines afrikanischen Stammes.
der Zersplitterung einer Persönlichkeit.
Zu Afife Jales letztem Atemzug.
Ein Krimineller, der im Rampenlicht steht und dessen Leben zur Boulevardpresse gehört.
und verwandelt sich in das kalte Gesicht des industrialisierten Menschen.
Aber hinter all dem verbirgt sich immer dieselbe Stimme.
Die Stimme von Nokta.
Mit dem Publikum im Blick, Hand in Hand.
Etwas, das einst erzählt wurde, dann aber vergessen wurde.
um es noch einmal zu erklären.
Das ist eine Gedenkzeremonie.
Ein persönliches Archiv des Körpers.
Ein Ort, an dem wir uns unserer eigenen Vergangenheit, unserer Kultur und unseren Fehlern stellen.
AUTORIN, REGISSEURIN, SCHAUSPIELERIN: ÖZGE ARSLAN.
ASSISTENTIN DER REGIE: GÜLENAY ÇORUH.
Dramaturg: Caner Güler.
CHOREOGRAFIE: FERHAT GÜNEŞ.
Bühnen- und Lichtdesign: Kerem Çetinel.
Kostümdesign: Özgür Masur Design Studio.
MUSIK UND TONGESTALTUNG: ÖZGE ARSLAN.
Plakatdesign: Murat Acar.
ASSISTENTEN: DOĞUKAN BARAN, BUKET ATALAN, CEMRE SAADET, DİLARA KAVASOĞLU, MELİSA AKUŞ, YAĞMUR NUR BOLCAN.
