
Kafka Dava Oyunu
Das Stück ist eine Bühnenadaption des gleichnamigen Romans von Franz Kafka, umgesetzt vom Yakîn-Theater.
Im Hintergrund von Kafkas Roman „Der Prozess“ steht die existentialistische Philosophie Søren Kierkegaards. Laut Kierkegaard ist die menschliche Existenz individuell und kann nicht objektiv dargestellt werden; die Existenz beschreibt die persönliche Erfahrung eines endlichen Wesens mit dem Unendlichen. Das Erkennen des Zustands der „Verhaftung“, der den Beginn des Romans bildet und den Zustand des Menschen widerspiegelt, setzt bei der Hauptfigur, K., einen wichtigen mentalen Prozess in Gang, der ihn von der objektiven zur subjektiven Ebene führt. K. ist nun von Angst geplagt. Kierkegaard erläutert kurz den Unterschied zwischen den Begriffen Angst und Furcht wie folgt:
„…Angst ist ein Zurückziehen vor beängstigenden Möglichkeiten, die außerhalb der bewussten Kraft des Menschen liegen. Im Gegensatz dazu entsteht Besorgnis aufgrund der immensen Möglichkeiten, die inhärent in der Fähigkeit des Menschen zur Handlung vorhanden sind…“
Laut Kierkegaard ist die menschliche Existenz das Ergebnis von "freien" Entscheidungen. Für Kierkegaard ist es wichtig, Entscheidungen zu treffen und diese rechtzeitig zu treffen. Viele Menschen versuchen, der Verantwortung, die mit dem Treffen von Entscheidungen einhergeht, zu entgehen. Dies ist eine Form der Vermeidung. Einige Menschen versuchen, die Erwartungen anderer zu erfüllen, anstatt sich selbst einen Weg zu wählen. Kierkegaard spricht diese Menschen folgendermaßen an:
"Du bist wirklich niemand; für andere bist du nur eine Kontaktperson."
Schauspieler: Merve ÇELİK GÜLGÜN, Emre ŞAMDAN, Eda Türkan BİLMEZ, Metehan HATİPOĞLU, Yiğitcan YÜKSEL, Tuna ŞAHİN, Fatih KAPLAN.
