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In Elmalı: Külliye (Kulturanlage), Museum und der Avlan-See.
Kulturell

In Elmalı: Külliye (Kulturanlage), Museum und der Avlan-See.

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Etwa 110 Kilometer westlich der Küste von Antalya, wenn man in die Taurusberge vordringt, beginnt eine ganz andere Art von Antalya. Elmalı ist eine Bergdorf, das sich auf einem Hochplateau in etwa 1000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel, westlich der Beydağları, befindet; im Norden befindet sich...

Elmalı, Antalya
Kulturell
Radar Editör
15. Oktober 2026

Über den Ausflug

Etwa 110 Kilometer westlich der Küste von Antalya, im Herzen des Taurusgebirges, beginnt ein ganz anderes Antalya. Elmalı ist eine Bergdorf, das auf einem Hochplateau in einer Höhe von tausend Metern über dem Meeresspiegel liegt, westlich der Beydağları. Im Norden erhebt sich der 2.503 Meter hohe Elmalı-Berg, während sich im Süden eine weitläufige Ebene erstreckt, die von Apfelplantagen bedeckt ist. Die Winter sind hier streng, die Sommer mild; es ist kein Zufall, dass Urlauber aus den Küstenregionen hierher fliehen. Der Name des Bezirks ist untrennbar mit Äpfeln verbunden, und etwa zwölf Prozent der türkischen Apfelproduktion stammt aus dieser Ebene. Doch Elmalı hat mehr zu bieten als nur sein Klima. Was einen Besuch hier lohnenswert macht, ist das Külliye-Anwesen aus dem frühen 17. Jahrhundert, das sich im Zentrum des Ortes befindet, das Museum, das im alten Regierungsgebäude untergebracht ist, die Straßen, die von Häusern mit hölzernen Balkonen gesäumt sind, sowie der See und der Zedernwald im Süden der Ebene.

Anreise nach Elmalı:
Elmalı ist von der Stadt Antalya aus über die Autobahn erreichbar. Die Route führt über Korkuteli und erreicht den Bezirk von Westen. Vom Antalya Busbahnhof fahren Busse und Kleinbusse in Richtung Elmalı. Wer mit dem Auto anreist, sollte die Schilder nach Elmalı auf der Strecke Antalya-Korkuteli beachten. Für Reisende aus Richtung Finike gibt es die Route Elmalı-Finike. Diese führt am Avlan-See vorbei, und Abzweigungen zum Zedernwald befinden sich entlang dieser Strecke. Die Straßen führen durch Bergpässe, daher ist es ratsam, die Reise früh am Morgen zu beginnen, um im Dunkeln nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Der besichtigbare Teil des Ortes lässt sich gut zu Fuß erkunden, während für den See und den Wald ein Fahrzeug erforderlich ist.

Das Ketencizade Ömer Paşa Külliye-Anwesen:
Das Külliye-Anwesen, bestehend aus einer Moschee und einer Medrese, die sich am Hang eines Hügels befinden, ist ein Wahrzeichen von Elmalı. Laut dem Artikel "Semavi Eyice" in der TDV İslam Ansiklopedisi wurde dieses Anwesen von Manavgatlı Ketencizade Ömer Paşa erbaut. Die Inschrift über dem Hauptportal gibt das Jahr 1019, also 1610, an. Evliya Çelebi hingegen verzeichnet das Jahr 1016, also 1607. Diese kleine Diskrepanz zwischen den beiden Quellen ist bis heute nicht vollständig geklärt. Der Gründer war ein osmanischer Beamter, der vom Türhüter zum Hauptmann und schließlich zum Gouverneur aufstieg. Er war 1603-1604 Gouverneur von Diyarbekir und 1623 Gouverneur von Tripolitanien. Das Bauwerk ist architektonisch bemerkenswert. Die Moschee ist quadratisch und wird von einer einzigen, mit Blei bedeckten Kuppel bedeckt. Die Kuppel ruht auf vier Bögen, und an den Ecken werden Übergänge durch Trompen geschaffen. An drei Seiten befinden sich jeweils drei Stützen mit quadratischem Querschnitt. Die Fassaden sind im unteren Bereich mit jeweils vier und im oberen Bereich mit jeweils zwei Fenstern versehen. Der Gebetsraum ist von einem mit klassischen Sä Die Madrasa gegenüber der Moschee ist U-förmig; dreizehn gleich große Zellen sind hinter einer Säulengalerie angeordnet, und das Gebäude wird heute als Bibliothek genutzt. Da die Moschee an einem Hang liegt, liegen Hof und Dach der Madrasa aus der Straße aus gesehen tiefer; der beste Blickwinkel für Fotos ist nicht von der Straße, sondern vom Hof aus, unter der Säulengalerie auf die Kuppel. In der Stadt befindet sich auch das Bey-Hamam, das Evliya Çelebi erwähnt; Eyice weist darauf hin, dass es keine eindeutigen Informationen darüber gibt, ob dieses Bad zum Komplex gehört. Die Moschee ist ein Ort der Andacht; besuchen Sie sie außerhalb der Gebetszeiten, verhalten Sie sich im Inneren ruhig und fragen Sie um Erlaubnis, Fotos zu machen.

**Elmalı Museum**

In der Nähe des Komplexes, an der Regierungstraße, befindet sich seit 2011 das Elmalı Museum. Das zweistöckige Gebäude mit zentralem Grundriss ist in elf Ausstellungsräume unterteilt; drei befinden sich im Erdgeschoss, acht im Obergeschoss, und der Hinterhof ist wie eine Freiluftgalerie gestaltet. Im ersten Raum im Erdgeschoss werden Funde aus Bağbaşı aus der späten Jungsteinzeit sowie Artefakte aus der frühen Bronzezeit von Karataş-Semahöyük in acht Vitrinen ausgestellt. Der beeindruckendste Raum des Museums ist der dritte: Hier werden drei Gräber aus dem Friedhof von Semahöyük in ihrer ursprünglichen Position ausgestellt, zusammen mit den Skeletten und den Grabbeigaben. Die Darstellung eines Körpers, der in einem Graben liegt, erzählt von der Bestattungsweise vor Tausenden von Jahren, was keine Vitrine vermitteln kann. Im Obergeschoss befinden sich Funde aus den Ausgrabungen von Hacımusalar Höyük und Karaçakır, sowie Funde aus den Hügelgräbern von Karaburun, Kızılbel und Bayındır. Der dritte Raum ist der Münzen gewidmet; hier sind lykische und römische Münzen zu sehen. Der fünfte Raum erzählt die Geschichte der "Elmalı-Schätze", die als "Schatz des Jahrhunderts" bezeichnet werden. Im Jahr 1984 wurden in dem Dorf Bayındır bei illegalen Ausgrabungen etwa 1.900 Silbermünzen gefunden, die ins Ausland geschmuggelt wurden. Nach einem langen Rechtsstreit kehrten sie Ende der 1990er Jahre nach Türkiye zurück. Die 14 Dekadrammen aus dem Fund verdoppelten die bis dahin bekannte Anzahl von Dekadrammen weltweit. Es ist wichtig zu wissen: laut Quellen wird der Originalfund im Antalya Museum aufbewahrt, während im Elmalı Museum Repliken und die Geschichte des Fundes ausgestellt werden. Im Hinterhof befinden sich Grabsteine, Säulenfragmente und architektonische Elemente aus der hellenistischen, römischen und byzantinischen Zeit; in einer Ecke steht ein Bienenstock, der die traditionelle Imkerei der Region darstellt. Überprüfen Sie die Öffnungszeiten und Ruhetage des Museums auf der offiziellen Website, da diese je nach Jahreszeit variieren können.

**Historische Straßen und Holzhäuser**

Verlassen Sie das Museum und wählen Sie die engen Straßen, die den Hang hinauf führen, anstatt die breiten Straßen. Laut einer Veröffentlichung des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Provinz Antalya bewahren die alten Märkte, die kleinen Gassen und die Straßen von Elmalı das ursprüngliche Stadt Die Gegend um das Külliye-Ensemble, insbesondere das Viertel İplik Pazarı, ist geprägt von vielen alten Häusern. Achten Sie beim Spaziergang darauf: Da die Stadt an einem Hang liegt, sind die Straßen steil, die weißen Fassaden der Häuser mit ihren Erkern ragen hervor, und am Ende jeder Straße sieht man das Tal und die Berge. Da das Sonnenlicht am Morgen aus dem Osten kommt, sind die Fassaden mit Erkern vor allem am Vormittag gut fotografierbar. Die meisten Häuser sind noch bewohnt; es ist wichtig, nicht durch die Gartentore zu schauen, um die Bewohner nicht zu stören. Die Geschichte der Stadt lässt sich auch in diesen Straßen lesen: Elmalı war in den frühen Jahren des Osmanischen Reiches das Zentrum des Sandschak Teke. Die Sandchak-Fürsten verbrachten hier im Sommer ihre Zeit, und Ende des 19. Jahrhunderts gab es in der Stadt zwanzig Moscheen, fünf Bäder und über fünfhundert Geschäfte. Nach einem großen Brand im Jahr 1940 wurde die Stadt wieder aufgebaut; die heute noch erhaltenen Holzbauten stammen aus Vierteln, die entweder von dem Brand verschont blieben oder später restauriert wurden.

Der Avlan-See

Verlassen Sie die Stadt in Richtung Süden, in Richtung Finike. Der Avlan-See, ein Karstsee in 1.030 Metern Höhe über dem Meeresspiegel, liegt am südlichen Rand der Elmalı-Ebene. In seinem natürlichen Zustand bedeckt er eine Fläche von etwa 850 Hektar. Die jüngere Geschichte des Sees sollte mit Vorsicht erzählt werden, da die Quellen in ihren Angaben variieren: Laut Wikipedia wurde der See 1975-80 durch einen Graben entleert und in Ackerland umgewandelt, nachdem 1970 eine entsprechende Entscheidung getroffen wurde; ein Artikel aus dem Jahr 2022 datiert die Entwässerung auf 1977-78 und die Rückkehr des Wassers auf 1997-98. Der gemeinsame Nenner ist, dass nach der Entwässerung das Klima in der Region trockener wurde und die Anzahl der Wasservögel abnahm. Auf Wunsch der lokalen Bevölkerung wurde der See Anfang der 2000er Jahre wieder mit Wasser gefüllt. Die Straße, die durch die Mitte des Sees verlief, wurde 2012 an den östlichen Rand verlegt. In den letzten Jahren zieht sich der See in trockenen Sommern wieder zurück und füllt sich in regenreichen Wintern wieder; die Landschaft, die Sie sehen, hängt also von der Jahreszeit und dem Jahr ab. Der Winter und der frühe Frühling sind die wasserreichsten Zeiten; erwarten Sie keine Einrichtungen am Ufer, sondern nutzen Sie die Zeit für Spaziergänge und Vogelbeobachtungen.

Der Çığlıkara-Zederhain

Die Berge südlich des Sees beherbergen einen der wichtigsten Zedernwälder der Türkei. Çığlıkara wurde am 5. Juli 1991 vom Ministerium für Landwirtschaft und Forstwirtschaft als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist eines von 32 Naturschutzgebieten im Land. Es gehört zum 6. Regionalamt in Antalya. Das Gebiet umfasst etwa 15.900 Hektar und besteht hauptsächlich aus Libanonzeder; es beherbergt fast 400 Pflanzenarten, von denen einige endemisch sind. Im Wald gibt es alte Zedern, die als Denkmäler registriert sind; der bekannteste ist ein Baum namens K Die Publikation des Bezirksamtes für Kultur schreibt, dass die Straße zum Zedernwald und zum Forschungsforst Elmalı Zedernwald an der 20. Kilometer der Straße Elmalı-Finike abzweigt, nördlich des Sees Avlan. Derselbe Weg ist der Ausgangspunkt für diejenigen, die den 3.080 Meter hohen Gipfel Kızlar Sivrisi in den Beydağ-Bergen besteigen. Der Forstweg kann im Winter gesperrt sein. Dies ist ein Naturschutzgebiet, daher ist es wichtig, die Regeln des Gebiets zu beachten und die markierten Wege nicht zu verlassen.

**Tagesplan und Jahreszeit:**

Die sinnvollste Reihenfolge ist: morgens die Stadt, nachmittags der See und der Wald. Besuchen Sie das Külliye-Anwesen am frühen Morgen, wenn die Stadt erwacht. Besuchen Sie das Museum, sobald es geöffnet ist, und planen Sie eine Stunde ein. Am Mittag können Sie die Straßen erkunden und, falls Sie an einem Markttag dort sind, die Käse-, Tarhana- und Webereien im Markt besuchen. Am Nachmittag fahren Sie mit dem Auto die Straße in Richtung Finike hinunter, halten am Ufer des Sees und biegen dann in den Forstweg ein. Kehren Sie vor Sonnenuntergang zurück zur asphaltierten Straße. Die beste Zeit für einen Besuch in Elmalı ist von Ende Mai bis Juni und von September bis Anfang Oktober. Im Oktober wird die Apfelernte in der Ebene durchgeführt, und die Straßen sind dann mit Kisten voller Äpfel gesäumt. Im Juli und August ist die Stadt im Vergleich zur Küste deutlich kühler. Anfang September findet das traditionelle Ölringkampf-Festival Yeşilyayla statt, und zu dieser Zeit ist es schwierig, eine Unterkunft zu finden. Im Winter ist das Hochplateau schneebedeckt, und der Forstweg kann gesperrt sein.

**Praktische Hinweise:**

Die Höhe liegt über 1.000 Metern, daher sollten Sie auch im Sommer eine zusätzliche Schicht Kleidung einpacken, um sich vor der kühlen Abendluft zu schützen. Es gibt keine Einrichtungen am See oder im Wald, daher sollten Sie Wasser und Verpflegung in der Stadt besorgen. An Tagen, an denen das Museum geschlossen ist, können Sie die Straßen und das Külliye-Anwesen trotzdem besichtigen. Im Zedernwald kann es zu Problemen mit dem Mobilfunknetz kommen. Informieren Sie alle, die mit dem Auto bleiben, über Ihre Rückkehrzeit und gehen Sie nicht alleine. Die Straße von Elmalı nach Finike kann Teil Ihrer Reise sein. Wenn Sie an einem Tag an die Küste fahren und ins Meer gehen, ist dies der schnellste Weg, um zu verstehen, wie steil die Provinz Antalya von diesem Hochplateau aus erscheint.

**Quellen:**

* TDV İslam Ansiklopedisi, Ömer Paşa Külliyesi (Semavi Eyice), https://islamansiklopedisi.org.tr/omer-pasa-kulliyesi
* Kültür Portalı, Elmalı Müzesi, https://www.kulturportali.gov.tr/turkiye/antalya/gezilecekyer/elmali-muzesi
* Antalya İl Kültür ve Turizm Müdürlüğü, Dünden Bugüne Antalya, Elmalı bölümü, https://antalya.ktb.gov.tr/Eklenti/8684,66-dundenbuguneantalya-1cilt-elmalipdf.pdf
* Tarım ve Orman Bakanlığı, Doğa Koruma ve Milli Parklar,

Standort - In Elmalı: Külliye (Kulturanlage), Museum und der Avlan-See.

Ausflugsinformationen
StadtElmalı, Antalya
ArtKulturell
Datum15. Oktober 2026
QuelleRadar Editör
Radar TürkiyeAutorRadar TürkiyeQuelle besuchenWegbeschreibung