
Kulturell
Ein Morgen im Belgrader Wald.
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Nördlich von Istanbul, hinter Sarıyer, erstreckt sich ein 5.000 Hektar großer Eichen- und Buchenwald, aus dem die Stadt seit Jahrhunderten ihr Trinkwasser bezieht. Der Name "Belgrader Wald" stammt aus dem 16. Jahrhundert.
Sarıyer, İstanbul
Kulturell
Radar Editör
3. September 2026
Über den Ausflug
Im Norden von Istanbul, hinter Sarıyer, erstreckt sich ein 5.000 Hektar großer Eichen- und Buchenwald, aus dem die Trinkwasserversorgung der Stadt seit Jahrhunderten stammt. Der Belgrad-Wald erhielt seinen Namen im 16. Jahrhundert, als Sultan Süleyman dem Ersten serbische Bauern aus Belgrad hierher brachte. Das Dorf existiert heute nicht mehr, aber im Inneren des Waldes finden sich noch Überreste der osmanischen Bewässerungssysteme, darunter Dämme, Aquädukte und ein Arboretum, die mehr als nur einen Park bieten.
Anreise: Von der Endhaltestelle der M2-U-Bahn, Hacıosman, fahren die Busse 42 und 42HM nach Bahçeköy. Von dort sind es 15 Minuten Fußweg zum Eingang Neşetsuyu des Waldes. Mit dem Auto kann man über Bahçeköy in den Wald fahren, aber die Parkplätze im Inneren des Waldes sind kostenpflichtig. Am Wochenende bilden sich ab 9 Uhr morgens oft Staus am Eingang. Läufer sind oft schon um 7 Uhr morgens dort.
Tagesplan: Die Hauptstrecke von 6,5 Kilometern beginnt in Neşetsuyu und ist der bekannteste Wanderweg des Waldes. Er ist eben, breit, ausgeschildert und kann zu Fuß in etwa anderthalb Stunden zurückgelegt werden. Entlang des Weges gibt es einige Dämme, die in der osmanischen Zeit zur Wassergewinnung gebaut wurden, darunter der beeindruckendste, der Büyük Bent. Abzweigungen vom Hauptweg führen zu ruhigeren Abschnitten, aber die Beschilderung wird seltener; laden Sie eine Karte für Ihr Telefon herunter. Gegen Mittag sollten Sie das Atatürk-Arboretum besuchen: Dieses lebende Baummuseum wurde 1949 gegründet und kann gegen Eintritt besichtigt werden. Im Herbst sind die Ahornbäume und im Frühling die blühenden Magnolien besonders sehenswert. Im Arboretum ist Picknick verboten, aber die Wanderwege sind gut gepflegt.
Essen und Trinken: Die Picknickplätze im Wald sind kostenpflichtig, und Grillen ist nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt; im Sommer kann es aufgrund der Waldbrandgefahr ganz verboten sein. In Bahçeköy gibt es einige Orte, an denen man ein traditionelles türkisches Frühstück genießen kann. Für ein richtiges Mittagessen sollten Sie jedoch nach Sarıyer fahren und dort entweder ein Burek oder einen Fisch ausprobieren.
Rückreise: Von Bahçeköy können Sie mit dem Bus zurück nach Hacıosman fahren. Eine angenehmere Alternative ist die Fahrt nach Sarıyer und die Rückkehr mit der Fähre entlang des Bosporus.
Praktische Hinweise: In einigen Teilen des Waldes gibt es keinen Handyempfang, daher sollten Sie in einer Gruppe wandern. Frühling und Herbst sind die besten Jahreszeiten. Im Sommer gibt es zwar viel Schatten, aber auch viele Mücken. Die Wege im Wald sind asphaltiert, was sie für Radfahrer geeignet macht, aber am Wochenende ist der Radverkehr stark. Hunde müssen angeleint sein. Wildtiere, insbesondere Wildschweine, sind besonders in der Dämmerung zu sehen.
Der Wald ist nicht nur für Wanderungen, sondern auch für Geschichtsinteressierte interessant: Die Dämme, Aquädukte und Wasserwaagen des osmanischen Bewässerungssystems bilden einen markierten Kulturpfad, der erklärt, wie das Wasser von Kırkçeşme in die Stadt gelangte. Das Campusgelände und das
Standort - Ein Morgen im Belgrader Wald.
Ausflugsinformationen
StadtSarıyer, İstanbul
ArtKulturell
Datum3. September 2026
QuelleRadar Editör
Autor
Radar Türkiye
