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Karatay Medresesi
Historische & Kulturelle StättenMuseen

Karatay Medresesi

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Karatay-Medrese.

Ferhuniye Mah., Selçuklu / Konya
Selçuklu, Konya

Über den Veranstaltungsort

Die Karatay-Medrese, eine seldschukische Madrasa, befindet sich am Fuße des Alaeddin-Hügels und wird seit 1955 als Museum für Keramikarbeiten genutzt. Laut Inschrift am Hauptportal wurde das Gebäude im Jahr 1251 während der Regierungszeit von II. İzzeddin Keykavus von Emir Celaleddin Karatay erbaut. Über den Architekten gibt es unterschiedliche Angaben: Das "Kültürportal" vermutet, dass Muhammed bin Havlan der Architekt war, während die "Islamische Enzyklopädie" das Gebäude als Werk unbekannter Herkunft beschreibt. Die Medrese spielte eine wichtige Rolle im kulturellen Leben des seldschukischen Konya, wurde Ende des 19. Jahrhunderts verlassen und 1954 restauriert. Das Gebäude ist ein Madrasa-Typ mit einem Innenhof, dessen Überdachung durch eine Kuppel erfolgt, und es ist einstöckig. Die Wände bestehen aus Sille-Stein, während Kuppel und Gewölbe aus Ziegeln gefertigt sind. Der Eingang befindet sich im Osten und erfolgt über ein reich verziertes Hauptportal aus grauem und weißem Marmor. Das Hauptportal ist nicht genau in der Mitte der Fassade, sondern leicht in Richtung Südosten verschoben. Die oberste Inschrift gibt das Baujahr und den Namen von Karatay an. Darunter befindet sich ein zweifarbiges, geometrisches Muster mit großen Knoten, das einen spitzbogigen Bogen bildet. Das gleiche Knotenmuster findet sich auch am Hauptportal der Alaeddin-Moschee, was die beiden Gebäude miteinander verbindet. Auf beiden Seiten des Hauptportals befinden sich große Tafeln, die ein geometrisches Muster zeigen, das an Teppichmuster erinnert. Hinter dem Hauptportal gelangt man in einen Bereich, der heute wie ein Garten wirkt. Spuren an den Wände deuten darauf hin, dass es sich einst um einen quadratischen Eingangsbereich mit einer Kuppel von etwa 7,60 Metern Seitenlänge war. Durch eine kleine Tür gelangt man in den zentralen Bereich des Gebäudes, der etwa 12 Meter mal 12 Meter groß ist und ebenfalls eine Kuppel trägt. In der Mitte dieses Raumes befindet sich ein quadratischer Teich, eine runde Schale und ein geschwungener Wasserkanal. Das Besondere an der Karatay-Medrese ist die Kachelmozaik-Dekoration, die die zentrale Kuppel bedeckt. Das Gewicht der Kuppel wird an den Ecken durch fächerförmige, dreieckige Felder auf die Wände übertragen. Die Innenfläche der Kuppel ist mit weißen Stuckstreifen verziert, die zwischen türkis- und dunkelblauen Kacheln verlaufen. Laut der "Islamischen Enzyklopädie" erinnert dieses Muster den Betrachter an den Himmel und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele seiner Art. Das Muster besteht aus 24-armigen Sternen, die in verschiedenen Knoten miteinander verbunden sind und sich vom unteren Rand bis zur Spitze der Kuppel erstrecken. Einige Forscher haben dem Gebäude aufgrund der kreisförmigen Öffnung an der Spitze der Kuppel und des darunter liegenden Teiches sogar den Charakter eines Observatoriums zugeschrieben. Das "Kültürportal" gibt an, dass bei den Mosaikkacheln Türkis, Dunkelblau und Schwarz verwendet wurden. Der große, westliche Innenhof ist ein wichtiger Raum, der durch sein Gewölbe, sein großes Fenster und seine Kacheldekoration mit dem zentralen Bereich verbunden ist. Die ursprüngliche Gestaltung der gewölbten Räume auf beiden Seiten des zentralen Bereich In den Vitrinen des Gebäudes werden Exponate aus dem Seldschukischen Pavillon auf dem Alaeddin-Hügel sowie Kreuze und sternförmige Wandfliesen aus einer Ausgrabung aus dem Jahr 1941 ausgestellt. Diese Fliesen zeigen Darstellungen von Frauen und Männern, Jägern zu Pferd und pflanzliche Ornamente. Ein besonders bemerkenswerter Teil der Sammlung sind die Fliesen aus dem Palast von Kubadabad am Ufer des Beyşehir-Sees. Die achtarmigen Sternenfliesen sind zusammen mit den dazwischenliegenden Verbindungsfliesen in einer Weise angeordnet, die ihrer ursprünglichen Anordnung im Palast entspricht. Auf den Tafeln sind Darstellungen von Palastangestellten im Lotussitz, Jagdszenen, Sphinxen, Sirenen, Doppeladlern, Pfauen und Löwen zu sehen. Auch Tiere wie Jagdhunde, Hasen, Antilopen, Bergziegen und Enten sind in großer Zahl zu finden, was eine Fortsetzung des mittelasiatischen Tierstils darstellt. Tiefschalen, flache Teller und Stuckplatten aus Kubadabad sind ebenfalls Teil der Ausstellung. Es empfiehlt sich, zunächst im zentralen Bereich zu verweilen und die Kuppel zu betrachten, bevor man zu den Vitrinen im Iwān (empore) und den Nebenräumen übergeht. Die kleinen Figuren auf den Sternenfliesen erfordern eine genaue Betrachtung; es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen und die Vitrinen nacheinander zu betrachten. Die Medrese ist in wenigen Minuten zu Fuß vom Straßenbahnhalt erreichbar, der den Alaeddin-Hügel umrundet, und kann im selben Spaziergang mit der Ince Minareli Medrese besichtigt werden. Die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittsbedingungen sind auf der offiziellen Website der Museumsverwaltung zu finden.

Standort - Karatay Medresesi

Veranstaltungsort-Info
AdresseFerhuniye Mah., Selçuklu / Konya
VeranstaltungsortSelçuklu, Konya
ArtHistorische & Kulturelle Stätten
Wegbeschreibung