Düzce und Akçakoca: Ein kulinarisches Erlebnis.
Es ist einfach, Düzce auf der Karte zu finden. Es ist eine kleine Provinz, die sich mitten auf der Strecke zwischen Istanbul und Ankara liegt und nur durch die Küstenstadt Akçakoca eine Verbindung zum Schwarzen Meer hat.
Melde dich an, um zu liken und zu bewerten

Es ist einfach, Düzce auf der Karte zu finden. Es ist eine kleine Provinz, die sich mitten auf der Strecke zwischen Istanbul und Ankara befindet und nur durch die Küste von Akçakoca an das Schwarze Meer grenzt. Um die lokale Küche zu verstehen, braucht es jedoch etwas Zeit, da sie nicht das Ergebnis einer einzigen Küche ist, sondern das gemeinsame Werk von Gemeinschaften, die aus verschiedenen Teilen derselben Ebene stammen und sich dort angesiedelt haben. In diesem Artikel verfolgen wir die Spuren der Küche von Düzce und Akçakoca anhand offizieller Aufzeichnungen. Wir erzählen, welche Geschmacksrichtungen durch geografische Kennzeichnungen geschützt sind, welche Traditionen in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden und wo Besucher diese kennenlernen können. Eine Küche, die durch Migration bereichert wurde.
Das Registrierungszertifikat für "Düzce Köftesi" (Düzce-Frikadellen) der Türkischen Patent- und Markenbehörde beginnt die Beschreibung der lokalen Küche mit der Geschichte der Migration. Laut dem Dokument war Düzce aufgrund seiner geografischen Lage, seiner Bedeutung als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, seines Klimas und der Vielfalt seiner Vegetation im zweiten Halbhob des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein bevorzugter Ort für die Ansiedlung von Migranten. Kaukasische Migranten, Menschen aus dem östlichen Schwarzmeergebiet und die ansässige Bevölkerung beeinflussten sich gegenseitig, und diese Mischung spiegelte sich auch in der Küche wider. Die Dörfer Manav in Akçakoca hingegen bewahrten ihre alten Traditionen. Die Registrierungsdokumente beschreiben die Süßigkeit "Melengücceği" und das "Mancarlı Pide" (Fladenbrot mit Füllung) als Geschmacksrichtungen, die von diesen Dörfern von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Diese Vielfalt spiegelt sich heute auch in offiziellen Listen wider. Die Seite für geografisch geschützte Produkte der Kultur- und Tourismusdirektion von Düzce listet fünfzehn Einträge auf. Neben Speisen und Süßigkeiten sind auch landwirtschaftliche Produkte wie Kastanien, Haselnüsse, Honig, Reis und Kürbis sowie das "Düzce Messer" in dieser Liste enthalten. Einige der Einträge sind als Ursprungsbezeichnung, andere als Herkunftsnachweis registriert. Eine Ursprungsbezeichnung besagt, dass alle Eigenschaften eines Produkts von seiner Herkunft abstammen. Ein Herkunftsnachweis hingegen bewahrt die Verbindung von Ruf und Produktionsmethode mit einer bestimmten Region. "Melengücceği", die Süßigkeit von Akçakoca.
Der bekannteste Eintrag in der Liste ist die Süßigkeit "Akçakoca Melengücceği". Das Registrierungsdokument dieser Süßigkeit, die 2017 als Herkunftsnachweis beim Akçakoca Handels- und Industrieamt registriert wurde, beschreibt sie als das Erbe von etwa sieben Jahrhunderten der Türken, die sich in Akçakoca ansiedelten und als "Manav" bekannt sind. Das gleiche Dokument besagt auch, dass die Süßigkeit in die Küche des osmanischen Hofes gelangte. Die Geschichte hinter ihrem Namen ist ebenfalls bezaubernd. Das Wort "güccek", das im alten Türkisch "kleines Brot" bedeutet, wurde mit dem Namen des Flusses Melen, der in Akçakoca ins Meer mündet, kombiniert, und so entstand der Name "Melengücceği", was "kleines Brot In der Vergangenheit wurde es ohne Zucker und in getrockneter Form gegessen, und wenn sich Händler gegenseitig besuchten, wurde ihnen diese getrocknete Form angeboten. Auch heute noch kann die Variante ohne Zucker zum Frühstück mit einem lokalen Käse namens "keşe" oder mit Marmelade gegessen werden. Die süße Variante wird in der Region immer noch, besonders bei Hochzeiten und Festen, zubereitet. "Mancarlı pide" und der Markt in "Yukarı Mahalle".
Die "Akçakoca Mancarlı Pide" wurde 2017 unter demselben Namen geschützt. Laut dem Dokument gaben die in die Region zugewanderten Türken den essbaren Kräutern, die in diesen Gebieten wuchsen, den Namen "mancar" und legten diese Kräuter als Grundlage für ihre Mahlzeiten an. Die Füllung der "pide" wird aus Mangold, Spinat oder Grünkohl zubereitet. Dem gehackten Gemüse werden Zwiebel, frische Minze, Salz, Pfeffer und etwas Öl hinzugefügt. Der mit Mehl verknetete Teig wird dünn ausgerollt, die Füllung auf die Hälfte verteilt und der Teig wird in Halbmondform geschlossen. Die "pide" wird im Steinofen oder auf einer Platte über offenem Feuer gebacken, mit Butter bestrichen und mit Joghurt serviert. Das Dokument erwähnt auch, dass die gebackene "pide" zwischen 35 und 40 Zentimeter lang ist. Der beste Ort, um diese beiden Köstlichkeiten in ihrer natürlichsten Umgebung zu genießen, ist das "Yukarı Mahalle" in Akçakoca. Laut der Provinzdirektion für Kultur und Tourismus beherbergt dieses Viertel, eines der ältesten Siedlungsgebiete der Provinz, 160 historische Häuser, die als Denkmalschutzgebiet erhalten sind. Diese Häuser, die etwa 150 bis 200 Jahre alt sind, wurden auf Steinmauern mit Holzrahmen und der "Bagdadi"-Technik errichtet, und einige von ihnen verfügen über große Holzveranden. Auf dem lokalen Markt, der im Schatten der Häuser mit Balkonen liegt, verkaufen die Einheimischen ihre eigenen Produkte. Laut der Beschreibung der Direktion gibt es hier eine große Auswahl an Produkten, von "Melengücceği"-Süßigkeiten bis hin zu "mancarlı pide", von Bauernbrot bis hin zu hausgemachter Pasta und "keşe". Der Markt bietet nicht nur Lebensmittel. Auch Nudelholz, Tischdecken, die "shalwar"-Hosen und die Tücher, die von Frauen in der traditionellen Kleidung getragen werden, sind auf den Ständen zu finden. "Konuralp"-Reis und "Yufkalı"-Reis.
Die Region Konuralp, südlich der Düzce-Ebene, ist seit Jahrhunderten für ihre Reisfelder bekannt. Der "Konuralp"-Reis, der 2019 unter dem Namen "geschützte Ursprungsbezeichnung" registriert wurde, wird im Volksmund als "städtischer Reis" bezeichnet. Das Registrierungsdokument lässt die Geschichte dieses Reises bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen und erwähnt, dass er als Reis des osmanischen Hofes bekannt war. Das Dokument erinnert auch an eine ältere Geschichte. Die namensgebende Region "Konrapa" war im 16. Jahrhundert eines der wichtigsten Reisanbaugebiete des Sandschaks Bolu, und der Reisanbau in diesem Sandschak war so wichtig, dass er einen eigenen Artikel in der Der gekochte Reis (Pilav) wird auf einer Platte serviert und mit leicht feuchten, dünnen Teigblättern oder dünnen Fladenbrot belegt, und warm serviert. Das Dokument besagt, dass der Reis besonders zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten den Gästen angeboten wird. Hackfleisch, Acıka und Eichenholz
Was das Düzce-Hackfleisch von anderen unterscheidet, ist laut dem Eintragungsdokument das Fleisch selbst. Das Hackfleisch wird aus dem mageren Fleisch von Rindern, bevorzugt Ochsen oder Lämmern, hergestellt, die in den Bergweiden der Region auf natürliche Weise aufgezogen wurden. Dem Hackfleisch wird kein zusätzliches Fett hinzugefügt, außer dem natürlichen Fett des Fleisches. Statt Brot wird Maismehl verwendet, das aus Mais gewonnen wird, der in Düzce angebaut wird. Die Hackfleischbällchen, die etwa die Größe einer Walnuss haben und in der Hand geformt werden, werden auf Holzkohle gegrillt, die mit weißer Asche bedeckt ist, und mit gegrillten Tomaten und Paprika serviert. Oft wird dem Hackfleisch eine Portion "Düzce Acıka" beigefügt. Dieser Beilagereis, der 2017 registriert wurde, wird laut dem Dokument mit Butter, Haselnüssen und süßen Paprika aus der Region hergestellt. Es wurde vermerkt, dass es keine Zusätze enthält, was zu seinem einzigartigen Geschmack beiträgt. Kastanien, Haselnüsse, Honig und Pflaumenmus
Die Wälder von Düzce bringen eine eigene saisonale Vielfalt auf den Tisch. Die "Düzce Kastanie" wurde 2022 unter dem Namen ihrer Herkunftsortsregistriert. Laut dem Dokument handelt es sich um die essbaren Samen einer Sorte, die als "Anatolische Kastanie" bekannt ist, und die auch in den bewaldeten Gebieten der Provinz wild wächst. Die "Akçakoca Kaplandede Kastanie" hingegen ist eine kleine, glänzende, braune Kastanie mit dünner Schale, die im September und Oktober in den höheren Lagen des Kaplandede-Berges reift. Der "Düzce Kastanienhonig", der aus den Blüten der Kastanienbäume gewonnen wird, ist ein dunkelbrauner Honig mit einem leicht bitteren und süßlichen Geschmack. Das Eintragungsdokument weist darauf hin, dass die Hälfte des Landes der Provinz von Wäldern bedeckt ist und dass die Region eine einzigartige Bienenökologie aufweist. Die "Akçakoca Gelbe Haselnuss" erhielt ebenfalls 2019 eine Herkunftsbezeichnung. Laut dem Eintragungsdokument hat diese Haselnuss einen geringeren Fettgehalt als die in anderen Teilen des Landes angebauten gelben Haselnüsse, ist aber reich an Ölsäure und Linolsäure. Haselnüsse finden sich auch im "Düzce Haselnuss-Tahini-Halva". Das Besondere an dieser Halva, so das Dokument, ist die Verwendung von Haselnüssen mit niedrigem Fettgehalt, die mit Tahini und Zuckerrübenzucker kombiniert werden, sowie die leicht schmelzende Textur, in der man kleine Haselnussstücke findet. Der "Düzce Zuckerrohr-Pflaumenmus", der aus dem Saft von Zuckerrohr hergestellt wird, der im Oktober geerntet wird, und der "Düzce Kastanien-Kürbis", der in Düzce, Gö Die Tatsache, dass die Käsesorten von Tschetschenen und Abchasen separat aufgeführt sind, zeigt, wie tiefgreifend der Einfluss dieser aus dem Kaukasus stammenden Gemeinschaften auf die Küche dieser Region ist.
Wie man die Küche von Düzce kennenlernt:
Der beste Weg, diese Küche kennenzulernen, ist, die richtige Jahreszeit zu wählen. September und Oktober sind ideal für Kastanien und Haselnüsse, während die Zeit nach Oktober am besten für Zuckerrohrsirup ist. Für Besucher von Akçakoca sollte der erste Stopp der Markt in der oberen Nachbarschaft sein. Hier kann man beobachten, wie das mit Käse gefüllte Fladenbrot in einer Pfanne gebacken wird, und die "Melengücceği" probieren, entweder in süßer oder trockener Form. Bevor man den Markt besucht, sollte man die Öffnungszeiten auf der Website der Provinzdirektion für Kultur und Tourismus oder in lokalen Informationsquellen überprüfen. An der Küste erwarten den Besuchern die von der Provinzdirektion für Kultur und Tourismus für Akçakoca hervorgehobenen Werte. Dazu gehören der Fischerhafen, die je nach Saison wechselnden Fischsorten, Himbeeren, Kastanienhonig und Haselnüsse. Im Zentrum und in Konuralp sollte man für ein Mittagessen Platz einplanen, um die Fleischbällchen, den "Acıka" (eine Art Dip) und den mit Filoteig zubereiteten Reis zu probieren. Wenn man ein Produkt mit geografischer Herkunftsbezeichnung kauft, ist es ratsam, das Etikett zu überprüfen. Die Verwendung des registrierten Namens und des Logos wird regelmäßig von den in den Dokumenten genannten Kontrollgremien überprüft. Darüber hinaus schreibt die Registrierungsurkunde vor, dass die "Melengücceği" in Restaurants mit ihrem Namen und einer Beschreibung ihrer Eigenschaften auf einem Servietttuch serviert werden muss. So kann man feststellen, ob das Gericht, das man auf dem Teller hat, tatsächlich die richtige Variante ist.
Quellen:
- Provinzdirektion für Kultur und Tourismus von Düzce, Produkte mit geografischer Herkunftsbezeichnung, https://duzce.ktb.gov.tr/TR-249197/cografi-isaretli-urunler.html
- Provinzdirektion für Kultur und Tourismus von Düzce, Elemente des immateriellen Kulturerbes von Düzce (SOKÜM), https://duzce.ktb.gov.tr/TR-447597/duzce-somut-olmayan-kulturel-miras-sokum-unsurlari.html
- Provinzdirektion für Kultur und Tourismus von Düzce, Die Anzahl der Elemente des immateriellen Kulturerbes steigt auf 21, https://duzce.ktb.gov.tr/TR-476931/duzcenin-somut-olmayan-kulturel-miras-unsuru-sayisi-toren-keskegi-kunduracilik-ve-manda-yogurdu-unsurlarinin-eklenmesiyle-21e-yukseldi.html
- Provinzdirektion für Kultur und Tourismus von Düzce, Markt für regionale Produkte in der oberen Nachbarschaft von Akçakoca, https://duzce.ktb.gov.tr/TR-283477/akcakoca-yukari-mahalle-yoresel-pazari
Kommentare
Schreib den ersten Kommentar
